Meeresschutz an Land: Aktionstag gegen Plastik

Greenpeace-Mitglieder und engagierte Marburger beteiligten sich an Müllsammlung entlang der Lahn

Themengebiet:
Meere

Auch viele junge Marburger Bürger zeigten ihr Interesse an der Umweltschutz-aktion und sammelten kräftig mit. Kunststofferzeugnisse lan-den als Abfall seit Jahrzehnten in den Oberflächengewässern und stellen eine ernsthafte Bedro-hung für die Tierwelt dar. „Das ist aber nur die Spitze des Eis-bergs“, erklärte die Marburger Greenpeace-Aktivistin Daph-ne Tokas. Laut Greenpeace-Studien entfallen zwei Drittel des Plastikverbrauches in Eu-ropa auf fünf Länder, in denen die Bundesrepublik an der Spit-ze steht. Eine robuste Plastikfla-sche verrottet nach Schätzun-gen erst nach um die 400 Jahre. 70 Prozent der von Menschen verursachten Kunststoffabfälle, transportiert durch Flüsse, lie-gen auf dem Meeresgrund, wo sie als Mikroplastik in den Kör-pern der Meeresbewohner lan-den. Aber nicht nur Kleinstteile von Kunststoff sind eine Gefahr. Im umhertreibenden Zivilisati-onsmüll auf den Ozeanen kön-nen sich die Tiere verheddern oder ersticken an ihrem Ver-zehr. Mit Greifhaken und Abfall säcken ausgerüstet, machten sich die Umweltschützer des-halb in vier Gruppen auf den Weg, um links und rechts ent-lang des Lahnufers in der Innen-stadt den Abfall zu sammeln. „Es ist natürlich kein Vergnügen, den Müll von anderen aufzule-sen. Doch welchen Fußabdruck wollen wir den nächsten Gene-rationen hinterlassen?“

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