Plastikfasten ein Selbstversuch

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Greenpeace Marburg will sich der Problematik von #Plastik (Warum wir das machen s.u.) widmen und startet deswegen einen Selbstversuch. Angelehnt an die anstehende christliche #Fastenzeit, wollen wir unseren Plastikverbrauch wesentlich reduzieren.

Dabei lösen wir uns von dem religiösen Aspekt des Fastens: Jede*r ist herzlich eingeladen, unsere Aktion zu verfolgen und parallel mitzumachen. Mit unserer Aktion wollen wir nicht in Konkurrenz zu religiösen Riten stehen, sondern die schätzenswerte Idee des Verzichts auf den Alltag erweitern, die öffentliche Bewusstseinbildung stärken und nachhaltige Lebenskonzepte schrittweise umsetzen.

Das Tolle daran: Es soll ein gemeinschaftliches Projekt werden: Wirklich jede*r ist herzlich willkommen mitzumachen - konkret meinen wir damit: Fastet mit uns Plastik, werdet aktiv, macht Fotos von eurem plastikfreien Leben, dokumentiert, postet, teilt, kommentiert & stellt uns Fragen!

--> Ist es möglich sein Leben und seinen Alltag in Marburg #plastikfrei und #ressourcenschonend zu gestalten? Wenn ja, wie? Was ist Plastik, was ist so problematisch an dem Material? Wie steht es um die Vermüllung der Welt? Was ist die #zerowaste-Bewegung, was ist ihr Ziel? Was hat die #Umweltbilanz damit zu tun? Welche Mythen gibt es um das Thema Plastik?

Diesen Fragen wollen wir uns theoretisch sowie praktisch als Selbstversuch in Marburg annähern. Außerdem wollen wir uns zu diesen Fragen und Erfahrungen im plastikfreien Leben mit Euch austauschen und freuen uns über Euren Input! 

--> Und genau an diese Stelle tretet ihr: Wir wollen Euch nicht nur informieren, sondern euch motivieren und inspirieren #aktiv zu werden, mitzumachen und gemeinsam alternative Wege zur Vermüllung der Welt zu finden! :)

#zerowaste #zeroplastic #breakfreefromplastic #resist #plastikfrei

 

Wie gehen wir vor? 04.03. bis 21.04.2019

Wir werden jeder Woche ein Thema widmen, in der wir das spezifische Thema mit Plastik in einen Kontext bringen, problematisieren und alternative, lokale Wege aus dem #Plastikkonsum finden wollen.

04.03. - 10.03.: Achtsamkeitswoche/Sensibilisierug für das Thema/eigene Müllproblemzonen definieren/Filmvorführung "Albatross"

11.03. - 17.03.: #Lebensmittel - #plastikfrei

18.03. - 24.03.: #Haushalt/Putzen - #plastikfrei

25.03. - 31.03. #Kleidung - #plastikfrei

01.04. - 07.04. #Kosmetik - #plastikfrei

08.04. - 14.04. #Mobilität - #plastikfrei

15.04. - 21.04. #Stoffkreislauf/#Upcycling/#Recycling/ #DIY

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Was ist die Problematik?

Dass Plastik ein globales Umweltproblem geworden ist, ist kein Novum mehr. Mindestens 150 Mio. Tonnen Plastikabfall werden im Meer vermutet, der in fünf gigantischen Müllstrudeln in den Weltmeeren umherkreist. Der größte Müllstrudel ist dabei so groß wie Mitteleuropa. Für die Meeresbewohner*innen wird Plastik immer öfter zum tödlichen Verhängnis, denn diese verwechseln das Plastik oft mit Nahrung oder verfangen sich in den Nylon-Fischernetzen und verenden dadurch qualvoll. Es sind aber nicht nur Vorkommen und Menge, sondern vor allem die Unvergänglichkeit von Plastik, welche so gefährlich ist: Plastik verottet nicht, sondern zerfällt nur in immer noch kleinere Teile und wird so zu Mikroplastik. Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung zieht Mikroplastik oftmals Agrochemikalien an und wird so zu einem schädlichen Cocktail. Auch diese werden von den Meeresbewohner*innen gefressen und landen durch verschiedene Kreisläufe schließlich wieder auf unseren Tellern. Bisland gibt es keine Möglichkeit, die Meere vollständig vom Plastik zu befreien.

 

Woher kommt all das Plastik und wofür wird es genutzt?

Derzeit werden 311 Mio. Tonnen Plastik pro Jahr weltweit produziert, Tendenz steigend. Rund ein Drittel des europäischen Plastikverbrauchs geht auf das Konto der Deutschen - wir sind diesbezüglich leider Europas Nummer1... Von der weltweiten Plastikproduktion besteht ein knappes Drittel aus Wegwerfprodukten - Produkte, die weniger als fünf Minuten genutzt werden wie Wegwerfbecher, Einwegbesteck usw.

 

Warum wird das Plastik nicht einfach recycelt?

Schon vor einigen Jahren wurde das Recycling-Märchen Deutschland entlarvt, denn die Recycling-Quote liegt bei 31-41% - und damit um ca. 15-25% niedriger als angegeben. Das hat zwei Ursachen: Einerseits wird Plastik oftmals verbrannt und andererseits ins Ausland verkauft. Dort verbleibt der Rest oft auf illegalen Deponien, auf Feldern, in Wäldern, Flüssen und im Meer. Auch weltweit werden nur neun Prozent aller Kunststoffabfälle umweltgerecht recycelt, zwölf Prozent werden verbrannt.

 

#Disrupt the system! Welche Wege führen aus diesem System?

Wichtig zu wissen ist, dass Plastik über positive und negative Eigenschaften verfügt. Im Alltag dominieren allerdings die negativen Aspekte - dabei ist das meiste Plastik, das wir täglich verwenden durchaus ersetzbar! Beispiele können wiederverwendbare Edelstahl-Trinkflschen mit langer Lebensdauer, Lunchboxen oder wiederverwendbare Stoffbeutel statt der Plastiktüte sein, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

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