Antarktis-Botschafter Maddin

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Am 06.08.2018 wurde Comedian Martin Schneider („Maddin“) offizieller Antarktis-Botschafter und warb für die Errichtung eines Meeresschutzgebietes im Südpolarmeer. Er unterschrieb die Antarktis-Deklaration (siehe Foto) sowie die Antarktis-Petition und unterstützte uns somit bei unserer Unterschriftensammel-Aktion mit Infostand zum Schutz der Antarktis. Maddin spricht sich dadurch mit uns für ein international anerkanntes Schutzgebiet aus, welches das Vordringen der Fischereiindustrie und ein wachsendes Ausbeuten der Krillbestände der Antarktis verhindern könnte. Wir freuen uns sehr über die insgesamt 108 gesammelten Unterschriften von diesem Nachmittag!

Vielen herzlichen Dank an Maddin für sein Engagement sowie an alle Unterzeichner*innen für ihre Unterstützung! Jede Stimme zählt und ist wertvoll!

Hier noch ein paar Hintergrundinformationen aus welchem Grund wir die Aktion am Marburger Markplatz vergangenen Montag, den 06.08.2018 gemacht haben:

Wir haben Maddin als Antarktis-Botschafter mit an Bord holen können und freuen uns sehr, dass er das Thema genauso wichtig findet wie wir und helfen möchte, es weiterhin an eine größtmögliche Öffentlichkeit heranzutragen. Ganz auf Maddin’s Art möchte er das Thema mit Humor verbreiten und es so für viele weitere Menschen noch leichter zugänglich machen.

Insbesondere der Klimawandel, aber auch die gezielte Fischerei auf den antarktischen Krill bedrohen den Bestand in bestimmten Gebieten. Denn das antarktische Ökosystem ist sensibel, und jede Störung durch den Menschen hat Folgen für das Nahrungsnetz. Seit den 1970er Jahren zieht es Fabrikschiffe auf der Suche nach Krillschwärmen in die Antarktis. Mit staubsaugerähnlichem Fanggerät schlürfen sie tonnenweise Krill aus dem Wasser und verarbeiten ihn vor Ort. Der Großteil wird zu Fischmehl verarbeitet, das in umweltschädlichen Aquakulturen verfüttert wird, ein weiterer Teil zu unnötigen Nahrungsergänzungsmitteln.

Die Fangmengen steigen an. Schon jetzt ziehen Schiffe aus Norwegen, China, Südkorea und Chile durch geplante Schutzgebiete an der antarktischen Halbinsel. Entsprechend setzt die Fischereiindustrie ihre Lobbymacht ein und arbeitet aus kurzsichtiger Profitgier gegen die Umsetzung dringend benötigter Meeresschutzgebiete.

Auch die Werbung hat die Vorzüge der klaren antarktischen Gewässer längst für sich entdeckt. Im Krillöl liege, so das Versprechen, die Lösung für die angebliche Unterversorgung der Menschheit mit Omega-3-Fettsäuren – und nebenbei auch für Gelenkschmerzen, Lernschwierigkeiten, Depressionen und PMS.

Und tatsächlich lohnt sich das Spiel der Vermarkter mit der Gutgläubigkeit der Kunden: Deutschland ist der drittgrößte Markt für diese Produkte. Dabei liefern auch vegane Produkte wie angereichertes Algen- oder Leinöl ausreichend Omega-3-Fettsäuren, ohne dass dafür antarktische Gewässer geplündert werden müssen. Fallen Sie nicht auf Krillöl-Produkte mit MSC-Siegel herein – diese Fischerei ist aus Sicht von Greenpeace nicht umweltfreundlich und sollte kein Nachhaltigkeitszertifikat erhalten.

Die gute Nachricht ist: Wir können etwas tun. Vorbeugend und bevor die Industrie auch die entlegensten Ecken unseres Planeten für sich beansprucht. Im Oktober 2018 besteht die Chance auf die Einrichtung des weltweit größten Meeresschutzgebietes im antarktischen Weddellmeer. Das vorgeschlagene Meeresschutzgebiet wäre mit rund 1,8 Millionen Quadratkilometern rund fünfmal so groß wie die Bundesrepublik.

Unterschreiben auch Sie unsere Petition zum Antarktis-Schutz und fordern die internationale Antarktis-Kommission CCAMLR dazu auf im Oktober für das größte Meeresschutzgebiet der Welt im Weddellmeer zu stimmen: https://act.gp/antarktis1

Denn um es mit Maddin’s Worten zu sagen: „Schützt die Antarktis – WISCHDISCH!“

 

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