makesmthngweek - review

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In der Woche vom 02. und 10.12.17 hat Greenpeace weltweit und in Marburg das makesmthng-Festival gefeiert. Während dieser Woche haben wir Euch am 06.12. zum Näh-Workshop ins Weidenhäuser Stübchen und am 07.12. zu einem Rundgang mit Solawi Marburg eingeladen. Am Sonntag, den 10.12.17, ging es im trauma g-werk einen ganzen Tag lang rund um die Themen Upcycling, DIY, zerowaste, Veganismus, Nachhaltigkeit und Umwelt u.v.m. Während der makesmthng-week haben wir gemeinsam mit Euch und vielen engagierten lokalen Akteuren praktisch erlebt, wie im Austausch mit anderen ressourcenschonender, umweltbewusster, sozial- und tiergerechter Konsum gehen kann. Und das alles auch noch in bester konsumkritischer Manière – Geld war dazu nicht nötig.

Den Auftakt der Woche hat der Näh-Workshop im gemütlichen Weidenhäuser Nähstübchen gemacht, wo wir mit kompetenter und liebster Hilfe und Einweisung von Steffi und Johanna unsere kreativen Upcycling-Projekte verwirklichen durften. Den ganzen Nachmittag standen und saßen wir rund um die Nähmaschinen, überlegten uns Designs, schnitten zu, bügelten und betätigten natürlich hochkonzentriert und erfolgreich die Nähmaschinen. Bei dem bunten Treiben sind nämlich aus den alten Stoffen, wie T-Shirts und Tops, Bettwäschen und Gardinen usw., Umhängetäschen, Kaputzen, Einkaufsbeutel u.v.m. geworden. So haben wir alten, „unbrauchbaren“ Dinge ganz einfach umgestaltet und ihnen eine neue Funktion gegeben. Dass man Klamotten auch ganz einfach selbst reparieren kann, haben wir an unseren löchrigen Jeans und zerrissenen Hemden erprobt – mit ein bisschen Zeit und Geschick können die jetzt nämlich noch ein paar Jahre länger getragen werden. Vielen Dank an Steffi und Johanna vom Weidenhäuser Nähstübchen für ihre Engelsgeduld und ihre Zeit uns das Näh-Handwerk näher zu bringen! Es hat mega viel Spaß gemacht und eine Wohltat sich der Weihnachtshektik für ein paar kreative Stunden zu entziehen. PS: Das Weidenhäuser Nähstübchen betreibt ein super Konzept: Hier näht der Kunde nämlich selbst. Ihr kommt zu den Öffnungszeiten vorbei, nutzt unter Anleitung und Erklärung von Steffi und gegen eine Kostenentschädigung die dortigen Nähmaschinen und könnt so eure Näh-Ideen umsetzen.

Am nächsten Tag, 06.12.18, waren wir gemeinsam mit Solawi Marburg (Solidarische Landwirtschaft) unterwegs. Beim Workshop sind wir der Frage nachgegangen, wie saisonale und regionale Ernährung aussehen kann, warum sie so wichtig ist und natürlich auch, wie ihr mitmachen könnt. Solawi Marburg hat sich die Zeit genommen sich selbst, ihr Konzept und das Ziel dahinter vorzustellen. Wir haben uns an einem der Verteilerpunkte getroffen und da mal nachgesehen, welche Gemüsesorten es im Winter gibt.

Am Sonntagmorgen stand der Winter in seiner ganzen Pracht überraschend vor der Tür. Und obwohl die Busse zu einem großen Teil wegen des Schnees ausgefallen sind, hat das weder euch noch uns daran gehindert sich ins trauma zu begeben. Dort haben wir uns dann praktisch und theoretisch damit auseinandergesetzt wie man nachhaltig und konsumkritisch leben kann. Damit ihr gestärkt das erste makesmthng-Festival in Marburg begeht und eure Mägen keinesfalls knurren müssen, haben wir für eure vegane kulinarische Verpflegung gesorgt. In der baari bar gab es ab 11Uhr erstmal einen großen veganen Brunch mit selbst gemachter Butter, Marmelade und selbst gemachtem Aufstrich. Außerdem haben wir Brötchen und Broten vom Vortag besorgt, um Lebensmittel zu retten und der Lebensmittelverschwendung entgegenzusteuern. Einige von euch waren so grandios und haben unser veganes Frühstücksbuffet sogar mitgestaltet, zum Beispiel mit diesem veganen Dessert. Ganz begeistert waren wir von unserer Top Show-Köchin, Linde, die sich die Zeit genommen hat, super lecker, vegan und live extra für Euch das Mittagessen zu zaubern. Kulinarisches Verwöhnprogramm allerfeinster Sorte – und das alles tier- und umweltfreundlich! Im Laufe des Tages habt ihr außerdem ganz fleißig unser veganes Rezepte-Buch mit Einträgen gefüllt, von denen ihr ein paar hier findet. Warum wir vegane Ernährung und einen veganen Lebensstil für so wichtig halten und euch dafür begeistern wollen, lässt sich ganz einfach erklären: Der Veganismus leistet einen aktiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz! Denn die Fleischproduktion und die dafür nötige Viehhaltung und Futtermittelproduktion sind wesentliche Verursacher für die Entstehung und Freisetzung von Treibhausgasen. Hinzu kommt die Verschmutzung des Grundwassers durch Düngeeinsatz und die Exkremente der Tiere sowie der erhebliche Wasserverbrauch bei der Herstellung von Fleisch und anderer tierischer Produkte. Ein veganer Lebensstil kann also ganz schön viel! Übrigens: Von Greenpeace gibt es ein Leporello mit den wichtigsten fünf Gründen, warum es gut ist weniger Fleisch zu essen: https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/e01...

Mit dem trauma als location, haben wir die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen auch das trauma-Kino zu nutzen und euch vier Filme im Laufe des Nachmittags zu zeigen. Es liefen „More than honey", „Life in Plastic", „10 Milliarden, Wie werden wir alle satt?" und "How to change the world". Währenddessen hat sich unser Gast Rien Achterberg, ein Greenpeace Veteran der ersten Stunden, euch für Fragen und Antworten rund um Greenpeace und den Beginn der Umweltbewegung zur Verfügung gestellt.

Im Vorraum des trauma-Kinos und im trauma-Hauptraum konntet ihr in den verschiedensten workshops eurer Kreativität zu DIY, zerowaste und Upcycling freien Lauf lassen. An dieser Stelle müssen wir uns ganz herzlich bei all den engagierten Menschen bedanken ohne deren Hilfe wir nie so viele und so tolle workshops und eine Riesen Kleidertauschparty hätten anbieten können. Nur wegen ihrem Engagement gab es schlussendlich ein Fahrrad-Repair-Café, ein Handy-Repair-Café, ein „How-to-einkoch-Apfelgelee“ vom Projekt haltBAR der Gartenwerkstatt, ein Adventsgesteck Upcycling Kerzengießen von Andreas, ein Naturkosmetik- und Vogelfutter-DIY von unseren Greenpeaclerinnen Inga, Annika und Gesche. Beim Handy-Repair-Café habt ihr von Moritz beispielsweise gelernt wie man Displays selbst austauscht und wegen einem gebrochenen Display nicht gleich ein neues Handy besorgen muss. Wenn das Handy wirklich gar nicht mehr reparabel ist, sind fair gehandelte bzw. gebrauchte Smartphones übrigens die besten Alternativen. Im Fahrrad-Repair-Café hat Börni euch praktische Tipps an die Hand gegeben, wie zum Beispiel Fahrradlichter ausgewechselt oder Bremsen professionell angezogen werden können. Einige von euch haben dank Börni ihr Fahrrad komplett in Schuss bringen können und sind nun für die nächste Fahrradpanne gewappnet. Die Gartenwerkstatt war auch vor Ort und hat euch mit ihrem Projekt haltBAR für das Einkochen von Apfelgelee begeistern können. Bio-Apfelsaft haben wir ganz einfach zu einem leckeren Frühstücksgelee verarbeitet, den ihr mitnehmen konntet. Im Hauptraum ging es weiter mit mehreren DIY-workshops. Dort hat Andreas euch gezeigt, wie ihr zum Beispiel mit aufgebrauchten Klopapierrollen Adventskränze basteln könnt. Aus alten Kerzen habt ihr dort sogar eine neue Kerze gegossen und damit ein kreatives Weihnachtsgeschenk mitnehmen können. Beim Naturkosmetik-DIY haben Inga und Annika euch gezeigt, wie ihr mit wenigen und einfach zu beschaffenden Zutaten Zahnpasta und Deo selbst herstellen könnt – ohne Chemie und Mikroplastik. Außerdem gab es einen Vogelfutter-DIY, wo ihr aus alten Tassen, altem geretteten Pflanzenfett und zusammengesammelten Samen und Körnern, ziemlich hübsch anzusehende Vogelfutter-Stellen selbst machen könnt. Wir haben uns auch sehr darüber gefreut, dass der BUND sich die Zeit genommen hat anhand von tollem Infomaterial die Teilnehmer*innen darüber aufzuklären, warum es sinnvoll ist die Vögel während der kalten Wintermonate zu füttern. Zu unserer großen Freude konnten wir die großartige und engagierte Lena für uns gewinnen, die regelmäßig Kleidertauschpartys in Marburg organisiert und auch am Sonntag des makesmthng-Festivals Zeit für uns hatte. So gab es eine kunterbunte Auswahl an Kleidern, Jacken, Hosen, Shirts, Pullis, Hüten, Gürtel u.v.m, bei der jede*r tauschen konnte, was das Zeug hielt. Damit ihr keine neue Weihnachtsdeko kaufen müsst, haben wir vorgesorgt: Bei uns konntet ihr eure alte Weihnachtsdeko im Weihnachts-Swap gegen neue tauschen. Zusätzlich hatten wir einen Greenpeace-Infostand vorbereitet, wo ihr euch zu aktuellen Kampagnen informieren und mit uns ins Gespräch kommen konntet. Die feinsten elektronischen Klänge aus dem Set von DJ Karakal perfektionierten die Stimmung im trauma-Saal zu unserer Freude auch noch musikalisch. Mit Blick auf die scheinbar unscheinbaren und kleinen Momente war auch Max immer dabei, der es vermag diese mit seiner Kamera einzufangen und zu wunderschönen Fotos zu machen. Wollt ihr sehen? Hier gibt es eine kleine Zusammenstellung der schönsten Bilder unseres tollen makesmthng-Festivals https://www.facebook.com/pg/greenpeacemarburg/photos/?tab=album&album_id...

Bei allen lokalen Akteuren, die uns an dem Tag und schon im Vorfeld so tatkräftig in jeglicher Hinsicht unterstützt haben (Orga, workshops, Kleider spenden, Aufbau, Abbau, etc etc etc), möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Ohne euch wäre dieser tolle Tag überhaupt nicht möglich gewesen. Und natürlich wollen wir uns auch bei allen ganz herzlich bedanken, die durch ihre aktive Teilnahme, Kreativität und ihren Ideenaustausch diesen Tag mitgestaltet haben - dieser Tag war für euch! Wir hoffen es hat euch genauso viel Spaß gemacht wie uns und vor allem, dass ihr viele Böcke auf nachhaltigen und kritischen Konsum bekommen habt! Denn nicht vergessen: wir sind, was wir tun und nicht, was wir kaufen!