Lahn-Cleanup!

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Letzten Samstag (25.02.'17) haben wir bei unserer großen Lahn-Cleanup! Aktion wie letztes Jahr den Frühjahrsputz für die Lahn übernommen. Zusammen mit ca. 30 super motivierten Helfern haben wir die Lahnufer von Müll befreit, um zu verhindern, dass unsere Gewässer nachhaltig verschmutzt werden.

Dabei ist einiges an Müll zu Tage gekommen. Neben zwei 100 Liter Säcken Müll konnten wir die Lahn vor einem Schlauchboot sowie einem Fahrrad (welches nun von einem der fleißigen Helfer geupcycled wird) retten.

Die Vermüllung unserer Gewässer stellt ein zunehmendes ökologisches Problem dar. Vorallem Plastik welches sich in der Natur nicht zersetzen kann birgt immense Risiken für das Ökosystem. Häufig werden herumschwimmende kleinere Plastikteile von Fischen als auch Vögeln mit Nahrung verwechselt welche sie dann weder verdauen noch wieder ausscheiden können. Fälle von verendeten Tieren, bei welchen festgestellt werden konnte, dass sie aufgrund der Menge aufgenommenen Plastikmülls mit vollem Magen verhungert sind, stehen Weltweit auf der Tagesordnung. Aber auch herumtreibende Netze, wie beispielsweise das Volleyballnetz welches wir aus der Lahn gezogen haben, können für Tiere Lebensgefährlich sein da sie sich in ihnen Verhäddern und Strangulieren können.

Darüber hinaus wird Plastik vermutlich sogar noch gefährlicher wenn wir es nichtmehr sehen können. Durch die UV-Strahlung unserer Sonne und stetige Reibung am Flußbett und Steinen im Wasser zerfallen jene unachtsam in die Lahn geschmissenen Plastikstücke in winzige Partikel, welche mit bloßem Auge kaum noch zu erkennen sind. Von uns so nichtmehr Wahrnehmbar sind sie aber für giftige Stoffe wie Herbizide und Pestizide höchst attraktiv. Viele dieser Toxine sind nämlich eher hydrophob - wollen sich also eigentlich garnicht so gerne im Wasser lösen. Sobald sie also herumschwimmende Plastikpartikel finden haften sie sich an diese wie an einen Rettungsring. So konnte beobachtet werden, dass an Mikroplastikpartikeln aus Wasserproben welche eigendlich als ungefährlich klassifiziert werden konnten, hohe Konzentrationen an Umweltgiften festgestellt wurden. Diese schwimmenden Rettungsboote für Toxine werden dann gerne von Plankton, Muscheln und Garnelen aufgenommen und finden über diese ihren Weg in unsere Nahrungskette.

Aus diesen Gründen sind wir Euch allen die Ihr uns am Samstag so motiviert geholfen habt unsere Lahn ein Stück sauberer zu machen riesig dankbar!

(P.S.: Ganz nebenbei konnten wir an unserem Stand gleichzeitig 50 Postkarten von Passanten an unsere Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sammeln, welche diese aufgefordert haben Mikroplastik aus unserer Kosmetik zu verbannen - Super!)

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