Hessische Wälder schützen

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Für die neue hessische Landesregierung besteht großer Nachholbedarf in Sachen Waldschutz. Hessenforst zerstört mit seinem momentanen Vorgehen systematisch alte und ökologisch wertvolle Buchenwälder, diese sind besonders für den Klima- und Naturschutz von großer Bedeutung.

Hessen ist eines der waldreichsten Bundesländer Deutschlands und somit ein äußerst wichtiger CO2 -Produzent. Greenpeace hat im vergangenen Jahr diese Wälder kartiert und die erhobenen Daten zusammengetragen und ausgewertet, um auf den enormen Schaden hinzuweisen, den der starke Holzeinschlag von Hessen-Forst anrichtet.

Besonders dramatisch ist, dass der Wald in einem Naturschutzgebiet liegt, das insbesondere dem Schutz von Hainsimsen- und Waldmeister-Buchenwäldern dienen soll. Messungen der Landesforstverwaltung haben deutlich heraus gestellt, dass in längerfristig forstlich ungenutzen Gebieten die Holzbiomasse-Vorräte nahezu doppelt so hoch liegen wie im bundesdeutschen Durchschnitt.

Eine im Auftrag von Greenpeace erstellte Studie zeigt, dass sich eine konsequent umgesetzte ökologische Waldnutzung positiv auf die Anreicherung des Kohlenstoffs aus der Atmosphäre im Wald auswirkt. Diese würde zum einen die geringere Entnahme von Holz bedeuten, wodurch die Biomasse und damit auch die Kohlenstoffproduktion wieder zu nehmen würde als auch eine klimafreundlichere Nutzung des Holzes. Hier muss auf Wertholzproduktion gesetzt werden, denn durch langlebige Produkte kann das Holz nachhaltig und längerfristig genutzt werden.

Für die hessische Landesregierung besteht nun also ein großer Nachholbedarf, was den Waldschutz angeht. Bis 2020 sollen laut Nationaler Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung zehn Prozent der öffentlichen Wälder geschützt werden bisher sind es in Hessen erst drei Prozent. 

Für weitere Informationen lesen Sie hier weiter: http://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/hess...